Gerhard Schrick

Geschichten - Gedichte - Malerei

Gedichte

Gedichte von Gerhard SchrickMeine ersten Gedichte habe ich im Jahr 2011 geschrieben (enthalten in der Anthologie "Schilfschimmerndes Grünauge", Norderstedt 2012.Books on Demand). Dazu angeregt wurde ich durch die Teilnahme an literaturwissenschaftlichen Veranstaltungen der Goethe Universität sowie durch die Freundschaft zu Menschen, die in der Lyrik in Theorie und Praxis ausgebildeter waren als ich. Sie haben mir geholfen und ich schulde ihnen Dank.

Weitere Gedichte aus den Jahren 2011 bis 2014 sind in einem Band mit dem Titel „Unter einem Albatros fliegt eine Gans, die lächelt“, Gedichte und Zeichnungen im Uniscripta Verlag (www.uniscripta.de) 2014, erschienen.

Der Titel ist einem Gedicht von Frank O’Hara (Variationen über Pasternak) entnommen.

Beispiele:

Neues Leben

Der erste Schritt ist jetzt getan
Ich habe vor Glück geweint
Das Leben wieder zu bejah’n
Der erste Schritt ist jetzt getan
Du hast gekämpft wie ein Titan
für immer bleiben wir vereint
Jetzt ist der erste Schritt getan
Ich hab vor Glück geweint.

Chagalls Dorf

Die Träume in der Nacht
Ein Leben lang
ist er allein.

Vertrautes Dorf
Im Irgendwo des Morgenrots
Gestalten in bunten Farben.

Die Glitzerfrau nährt ihn als Kind.
Der Vater reicht ihm den Zauberstrauß.
Kuben fliegen ihm zu.

Ein Mosaik entsteht
In ihm geordnet
Mit göttlicher Kraft.

Die Menschen streiten und beten.
Die Ordnung bricht.
Zukunft ist Vergangenheit.

Die nach 2014 entstandenen Gedichte sind überwiegend im Rahmen meiner Mitarbeit in einer Lyrikgruppe (www.woerterbruch.de) angeregt worden. Das Prinzip der Arbeit dieser Gruppe (6 Mitglieder) ist es, sich auf ein Thema zu einigen und es danach jeder/jedem Einzelnen zu überlassen, wie sie/er sich mit dem Thema lyrisch auseinandersetzt. Die Ergebnisse werden in den Treffen danach besprochen und es wird vereinbart, welches der Gedichte auf der Homepage und /oder auf facebook erscheinen wird. Meine im Folgenden vorgestellten Gedichte sind alle auch auf der Homepage der o.g. Gruppe zu finden.

frankfurter herbstlied 2015

Veröffentlicht am 19. November 2015 von Gerhard Schrick

die herbstzeit findet mancher schön
das spiel der farben, walken gehn
mich kann die herbstzeit nicht so reizen
die leute fangen an zu heizen
das stete tropfen auf den dächern
die dunkle zeit in den gemächern
der wind treibt blätter vor sich her.
ein jäger schießt mit dem gewehr
die erde saugt das wasser auf
sich kühl reserven anzulegen
der stadtmensch findet seinen lauf
und kauft geschenke, auch im regen.

so unterhaltsam ist es eben
im herbst in dieser stadt zu leben
die trauerpflichten nicht vergessen!
und martinsgans kann ich nicht essen
der herbst in frankfurt ist nicht schön
im winter fahre ich zur rhön
da kann ich meinen stand erhöhn
gemütlich wieder runter fahren.

und rauf und runter immer wieder
das ist gesund für meine glieder.
ich werde langsam mit den jahren
mehr ruhe sollte ich bewahren.
ob es nun herbst ist oder winter
für mich kommt nicht mehr viel dahinter.
um auf den herbst zurück zu kommen:
„bis nächstes jahr, du bist willkommen!“

Aber sicher doch – Wir schaffen das

Veröffentlicht am 5. November 2015 von Gerhard Schrick

Mal so sagen: könnte klappen.
Sieht doch gut aus. Oder?
Keine Frage.

Richtige Richtung.
Alles in allem. Paar Kleinigkeiten
Hier und da. Leicht auszubügeln.
Wir schaffen das (noch).

Das sind doch Peanuts. Claro, Grün
Sieht anders aus. Rosa wär richtig.
Bin stolz auf Euch. Im Ernst: Sehr
Stolz. Lasst sie reden.

Die da draußen. Haben keine
Ahnung, wie der Hase läuft.
Wieso Igel? Ich meine es ernst.
Bitterernst. Das ist schon bitter,

Ernst. Das hast Du nicht verdient.
So viel Lob auf einen Scheißhaufen.
Stehst nur dumm rum und hasst die
Gute Arbeit deiner Kollegen.

Du schaffst lieber alleine an? Wir
Bringen das locker auch ohne
Vier immer schön ruhig und
Konzentriert bleiben. Wird schon.
Oder? Imponderabilien. Fachsprache.

Wir sind die Experten und richten
Was? An und/oder aus? Kann es echt
Sehn: Der Baum ist schon gewachsen.
Der steht da wie ein Fels rum.

Noch fallen wir nicht da hin

Weitere Gedichte von mir finden Sie in meinem Gedichte-Archiv